Deutsche Vereinsmeisterschaften (DVM) U16w
Deutsche Vereinsmeisterschaften (DVM) U16w in Neumünster
Unsere Mädchenmannschaft hatte sich im Juni auf kuriose Weise für die Norddeutschen Vereinsmeisterschaften U16w qualifiziert. Da das zweite vorangemeldete Mädchenteam aus Elmshorn trotz Heimrecht mit Abwesenheit glänzte, war unsere Mädchenmannschaft als einziges Team Landesmeister geworden.
Für die Norddeutschen Vereinsmeisterschaften im September in Prora/Binz auf Rügen fand sich dann allerdings keine Mannschaft. Somit war das Kapitel Vereinsmeisterschaft eigentlich für dieses Jahr beendet, da sich auch unsere U16-Mannschaft in Hannover nicht für die DVM qualifizieren konnte.
Doch dann trudelte Mitte Oktober eine E-Mail mit dem Betreff “[DVM 2024 U16w] 20. Team gesucht!“ vom Nationalen Spielleiter der Deutschen Schachjugend ein. Da das Turnier in Neumünster am bekannten Spielort (Kiek In) ausgetragen wurde, konnten wir in letzter Minute doch noch teilnehmen. Wie jedes Jahr finden diese Meisterschaften zwischen Weihnachten und Neujahr statt.
Leider hatte unsere beste Spielerin mit der Familie Urlaub gebucht, so dass wir dann nicht die beste Mannschaft stellen konnten. Aber das tat der Spiellaune der 5 Spielerinnen keinen Abbruch. Während Jana-Marie und Zahra schon reichlich Turniererfahrung aufweisen konnten, war es für Shivani, Inaaya und Harini ihr erstes Turnier überhaupt.
Unter den 20 Mannschaften aus Vereinen des gesamten Bundesgebiets waren wir dann an Nummer 19 gesetzt. Das Ziel war klar: nicht Letzter werden. 😊 Weitere Mannschaften aus Schleswig-Holstein waren der Elmshorner SC (Startnummer 14), die offensichtlich ebenso ein Freilos erhalten haben und die Mannschaft des Ausrichters TuRa Harksheide (Startnummer 12).
An 4 Tagen zwischen dem 27. und 30.12.24 wird nun um die Meisterschaft und gute Platzierungen gekämpft. Die Startzeiten an den ersten 3 Tagen mit jeweils einer Doppelrunde (Beginn 8:30 und 14:30) sowie am letzten Tag um 8:30 verlangen den Mädchen in ihren Ferien einiges ab.
Die Bedenkzeit beträgt 90 Minuten für 40 Züge plus 30 Minuten für den Rest der Partie bei 30 Sekunden Bonus pro Zug von Beginn an. Während einige unserer Mädchen anfangs noch zu schnell spielten, schaffte es Zahra in Runde 4 in einer 81-Züge-Partie die komplette Bedenkzeit zu nutzen. Alle Achtung!
Runde 1 (Schach Akademie Paderborn – NRW) 1:3
Wenn man in der zweiten Turnierhälfte gesetzt ist, dann ist der Gegner in der 1. Runde immer ein harter Brocken. Während fast alle Begegnungen mit 4:0 bzw. 3,5:0,5 endeten, schafften wir es (genauso wie die Mannschaft aus Solingen), immerhin eine Partie zu gewinnen. Zahra war die Glückliche, die gegen eine wesentlich stärkere Spielerin mit starken Zügen gewann.
Runde 2 (Elmshorner SC – SH) 0:4
In der 2. Runde erwischte es uns eiskalt, da war nichts zu holen.
Runde 3 (SV Eintracht Tangerhütte – S-A) 4:0
Die Wiedergutmachung erfolgte sofort, alle gewannen. Die Höhe des Sieges war allerdings mit etwas Glück der Schachgöttin Caissa verbunden.
Runde 4 (SV Nürtingen – WÜ) 2:2
Die beiden hinteren Bretter legten recht schnell ein 2:0 vor. Aber die vorderen beiden Bretter konnten kein weiteres Remis zum Gesamtsieg beisteuern.
Nach der Hälfte des Turniers sind wir durchaus zufrieden und haben 3:5 Mannschaftspunkte sowie 7 Brettpunkte (aus 16 Partien) erkämpft.
Runde 5 (SG Leipzig – SAC) 0:4
Auch gegen die Spielerinnen aus Sachsen konnten wir teilweise gut mithalten, aber die mangelnde Erfahrung im Endspiel und in der Verteidigung ließ dann doch die Stellungen zusammenbrechen.
Runde 6 (TuRa Harksheide – SH) 1,5:2,5
Harini legte mit einem schnellen Sieg ein 1:0 vor. Nach 2 Niederlagen kämpfte Jana-Marie am 1. Brett um das Mannschaftsremis. Aber die Stellung war sehr ausgeglichen und nach der anstrengenden 2. Partie des Tages war Jana-Marie mit dem Remis zufrieden.
Runde 7 (SG Solingen – NRW) 0:4
In der letzten Runde wollten wir noch einmal alles geben. Aber auch in dieser Mannschaft waren alle Gegnerinnen nominell klar überlegen. Während bei Shivani ein offener König einem unausweichlichen Matt gegenüberstand, hatte Harini bereits einen Turm mehr. Leider war bei Harini in einem kurzen Moment die Konzentration weg und schon war die Mehrfigur wieder weg. Mit ein bisschen mehr Erfahrung hätte sie auch zwischendurch das 2zügige Matt gefunden.
Aber das kommt noch. Die Mädchen sind auf einem guten Weg und haben allesamt gut gegen wesentlich stärkere Gegnerinnen gespielt. Der 19. Platz allein sagt nicht aus, wie unsere Mädchen gespielt haben. Die DWZ-Auswertung spricht da eine genauere Sprache. Jana-Marie und Zahra haben ihre Wertzahl verbessert (+30 bzw. +52), während sich Shivani, Inaaya und Harini ihre erste DWZ-Zahl erspielt haben.